Das Prinzip der Brennstoffzelle ist nicht neu. Schon vor über 170 Jahren führten der englische Jurist und Naturwissenschaftler Sir William Robert Grove, der offiziell als Vater der Brennstoffzelle angesehen ist, und der deutsche Chemiker Professor Christian Friedrich Schönbein Experimente durch , in denen sie mit Hilfe von wasserstoff- und sauerstoffumspülten Platinelektroden in einer Elektrolytlösung elektrische Spannung erzeugten. Zur wirtschaftlichen Erzeugung von elektrischer Energie war dieses Verfahren jedoch der etwa zeitgleichen Entwicklung von Generatoren zur Stromerzeugung weit unterlegen.
Man sollte sich von dem Begriff „Erzeugung“ aber nicht in die Irre führen lassen. Denn die Brennstoffzelle ist an sich keine Energiequelle - wie man in Zeiten, in denen alternative Energiequellen in aller Munde und keine Seltenheit mehr sind, vermuten mag - sondern ein Energiewandler, der chemische Reaktionsenergie, welche in einem Energieträger „gespeichert“ ist, in elektrische Energie umwandelt. Als Energieträger dienen dabei Wasserstoff, der heutzutage auch schon in kleineren Elektrolyseuren regenerativ, z.B. mit Hilfe von Strom aus Windkraftanlagen, erzeugt werden kann und Sauerstoff, der reichlich in der Umgebungsluft – sie besteht zu ca. 21% aus diesem chemischen Element - vorkommt.
In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff an zwei Elektroden, die räumlich durch ein Elektrolyt voneinander getrennt sind, unter Abgabe von nutzbarer elektrischer Energie und Wärme zum „Abfallprodukt“ Wasser. Das komplette Abgas einer Brennstoffzelle unserer Bauart besteht somit aus nichts anderem als feuchter, erwärmter Umgebungsluft, die einen etwas niedrigeren Sauerstoffanteil aufweist, der für den Menschen aber absolut unbedenklich ist!