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Großtechnische Verfahren zur Wasserstoffherstellung

Das gebräuchlichste Verfahren in der industriellen Herstellung von Wasserstoff ist die Dampfreformation, mit der bis zu 200 000 m3 pro Stunde, das entspricht einer Masse von fast 18 Tonnen Wasserstoff, in einer Anlage hergestellt werden. Dieses Verfahren besteht aus zwei aufeinander folgenden Prozessen:

Im ersten Schritt reagieren bei einer Temperatur von 450 bis 500°C Kohlenwasserstoffe und einem Druck von 25 bis 30 bar die langkettigen Kohlenwasserstoffe mit Wassermolekülen zu Wasserstoff (H2), Methan (CH4), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2). Da in den fossilen Rohstoffen auch immer Schwefel- und Halogenverbindungen vorhanden sind, werden diese durch eine nachfolgende Raffination entfernt.

Im zweiten Prozess wird auch noch das Methan mit Hilfe von Wasserdampf zu Kohlenmonoxid und Wasserstoff umgesetzt. Diese Reaktion findet bei einer Temperatur von bis zu 900°C und einem Druck von 25 bis 30 bar an einem Nickelkatalysator statt. Die Kohlenmonoxidmoleküle reagieren dann bei der so genannten Wassergas-Shift-Reaktion an einem Kupferkatalysator bei niedrigeren Temperaturen von aber immer noch 210 bis 330°C mit Wassermolekülen zu Kohlendioxid und Wasserstoff. Zur Verwendung in PEM-Brennstoffzellen muss der Wasserstoff in einer letzten Stufe bis zu einer Reinheit von 99,999% (5.0-Wasserstoff) von den anderen Restgasen gereinigt werden.

Weitere industrielle Verfahren, die hier aber nicht näher erläutert werden, sind z.B. die Partielle Oxidation, die Autotherme Reformierung und das Kværner-Verfahren.

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